# WordPress einrichten: Block-Editor, Plugins und Themes (Teil 2 von 3) **Published**: 2026-04-03T10:58:00Z **Read time**: 9 min **Topics**: Tutorials, WordPress > WordPress ist installiert, und jetzt? Teil 2 unserer Serie zeigt die wichtigsten Einstellungen nach der Installation, erklärt den Block-Editor (Gutenberg) mit seinen wichtigsten Blöcken und stellt die besten Plugins und Themes für Einsteiger vor, von Yoast SEO über WooCommerce bis Kadence.
Dies ist Teil 2 unserer dreiteiligen WordPress-Serie für Einsteiger. In diesem Teil geht es um die wichtigsten Einstellungen nach der Installation, den Umgang mit dem Block-Editor und die besten Plugins und Themes für den Start.
Alle Teile der Serie:
Nach der Installation von WordPress ist das Dashboard der zentrale Arbeitsbereich. Bevor man mit dem Erstellen von Inhalten beginnt, sollte man einige wichtige Grundeinstellungen vornehmen.
Allgemeine Einstellungen (unter Einstellungen → Allgemein): Den Seitentitel und den Untertitel festlegen. Diese erscheinen in Suchergebnissen und im Browser-Tab. Die Zeitzone auf „Wien" bzw. UTC+1 setzen. Sicherstellen, dass die WordPress-Adresse und die Website-Adresse mit https:// beginnen.
Permalinks setzen (unter Einstellungen → Permalinks): Die Permalink-Struktur auf „Beitragsname" ändern. WordPress verwendet standardmäßig kryptische URLs wie ?p=123. Mit der Einstellung „Beitragsname" werden daraus lesbare Adressen wie meinedomain.at/wordpress-fuer-anfaenger. Das ist sowohl für Besucher als auch für Suchmaschinen deutlich besser.
Standard-Inhalte aufräumen: WordPress liefert einen Beispiel-Beitrag („Hallo Welt!"), eine Beispiel-Seite und einen Beispiel-Kommentar mit. Diese sollte man löschen. Ebenso das vorinstallierte Plugin „Hello Dolly", das keinen praktischen Nutzen hat. Nicht verwendete Standard-Themes kann man ebenfalls entfernen, sollte aber eines als Fallback behalten.
Lese-Einstellungen konfigurieren (unter Einstellungen → Lesen): Hier legt man fest, ob die Startseite die neuesten Blogbeiträge oder eine statische Seite zeigt. Für Unternehmens-Websites empfiehlt sich eine statische Startseite. Ganz wichtig: Sicherstellen, dass die Option „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren" deaktiviert ist, sobald die Seite online gehen soll.
Wichtige Seiten erstellen: Jede Website braucht mindestens eine „Über uns"-Seite, eine Kontakt-Seite (mit Kontaktformular) und eine Datenschutzerklärung. WordPress bietet unter Einstellungen → Datenschutz eine Vorlage für die Datenschutzseite an.
Der Block-Editor (auch „Gutenberg" genannt) ist seit WordPress 5.0 (2018) der Standard-Editor für alle Inhalte. Wer noch nie mit WordPress gearbeitet hat, wird ausschließlich mit diesem Editor in Berührung kommen. Das Grundprinzip ist einfach: Jeder Inhalt besteht aus einzelnen Blöcken, die man hinzufügen, verschieben und individuell gestalten kann.
Um einen neuen Block hinzuzufügen, klickt man auf das + Symbol im Editor oder tippt / gefolgt vom Blocknamen direkt in eine leere Zeile. Die am häufigsten genutzten Blöcke sind:
Wenn man einen neuen Beitrag erstellt (unter Beiträge → Erstellen), öffnet sich der Block-Editor. Oben gibt man den Titel ein. Darunter beginnt man direkt mit dem Schreiben. Der Editor arbeitet nach dem Prinzip „What You See Is What You Get" (WYSIWYG): Was man im Editor sieht, entspricht weitgehend dem, was Besucher auf der fertigen Website sehen.
In der rechten Seitenleiste findet man zwei Bereiche: Unter „Beitrag" legt man Kategorie, Tags, Beitragsbild und Auszug fest. Unter „Block" kann man den aktuell ausgewählten Block individuell anpassen (Farben, Schriftgröße, Abstände).
Seit WordPress 6.x gibt es Block-Patterns: vorgefertigte Layouts aus mehreren Blöcken, die man mit einem Klick einfügen kann. Zum Beispiel eine komplette „Über uns"-Sektion mit Bild, Text und Button oder ein Preistabellen-Layout. Man findet sie im Block-Inserter (das + Symbol) unter dem Reiter „Patterns".
Full Site Editing (FSE) geht noch einen Schritt weiter. Mit einem Block-Theme (wie Twenty Twenty-Five, Astra oder Kadence) kann man nicht nur den Seiteninhalt, sondern auch Kopfzeile, Fußzeile, Seitenleisten und Vorlagen direkt im Block-Editor bearbeiten. Das findet man unter Design → Website-Editor. FSE macht separate Page-Builder-Plugins wie Elementor zunehmend optional, auch wenn diese weiterhin mehr Gestaltungsoptionen bieten.
Tipp: Für Einsteiger reicht der Block-Editor mit einem guten Theme wie Kadence oder Astra vollkommen aus. Page-Builder wie Elementor lohnen sich erst, wenn man komplexere Layouts ohne Code umsetzen möchte.
WordPress hat sich weit über seine Blog-Ursprünge hinaus entwickelt. Durch die enorme Vielfalt an Plugins und Themes lässt sich fast jede Art von Website realisieren.
Blog: Die Ur-Disziplin von WordPress. Die Beitragsfunktion mit Kategorien, Tags, Kommentaren und RSS-Feed ist direkt eingebaut. Große Medien wie TechCrunch und das Time Magazine nutzen WordPress als Blog-Plattform.
Unternehmens-Website: Mit dem Block-Editor und Full Site Editing (FSE) lassen sich professionelle Firmen-Websites komplett ohne Code gestalten. Von der einfachen Visitenkarte bis zur umfangreichen Konzern-Präsenz ist alles möglich. Das Weiße Haus und NASA nutzen WordPress für ihre Websites.
Online-Shop: Mit WooCommerce (über 5 Millionen aktive Installationen) wird WordPress zur vollwertigen E-Commerce-Plattform. WooCommerce betreibt schätzungsweise 4,5 Millionen aktive Online-Shops weltweit (StoreLeads) und deckt physische Produkte, digitale Downloads, Abonnements und Buchungen ab. Die Grundfunktionen sind kostenlos.
Portfolio: Fotografen, Designer und Kreative nutzen WordPress, um ihre Arbeiten mit Galerien und Portfolios zu präsentieren. Plugins wie NextGEN Gallery oder FooGallery ergänzen die eingebaute Medienverwaltung.
Landingpages: Mit Page-Buildern wie Elementor oder dem nativen Block-Editor lassen sich conversion-optimierte Landingpages für Marketing-Kampagnen erstellen.
Online-Kurse und Lernplattformen: Plugins wie LearnDash, LifterLMS oder Sensei LMS (von Automattic) verwandeln WordPress in ein vollwertiges Learning-Management-System (LMS).
Mitglieder-Websites: Mit MemberPress oder Paid Memberships Pro lassen sich geschützte Bereiche mit kostenpflichtigen Mitgliedschaften erstellen.
Foren und Communities: BuddyPress und bbPress ergänzen WordPress um Foren- und Social-Network-Funktionen.
Mehrsprachige Websites: Mit WPML oder Polylang lässt sich jede WordPress-Seite in mehrere Sprachen übersetzen.
Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen. Man installiert sie unter Plugins → Installieren direkt aus dem WordPress-Dashboard. Hier sind die wichtigsten Kategorien mit konkreten Empfehlungen:
SEO (Suchmaschinenoptimierung): Yoast SEO ist mit über 10 Millionen aktiven Installationen das bekannteste SEO-Plugin und bietet ein Ampelsystem zur Content-Analyse, XML-Sitemaps und Schema-Markup. Rank Math ist die stärkste Alternative mit 3+ Millionen Installationen und bietet in der kostenlosen Version bereits Features, die bei Yoast nur in der Premium-Version (ca. 119 €/Jahr) verfügbar sind: Redirect-Manager, 5 Fokus-Keywords pro Beitrag, 20+ Schema-Typen und Google-Search-Console-Integration.
E-Commerce: WooCommerce ist das unangefochtene Standard-Plugin für Online-Shops auf WordPress. Es ist kostenlos, wird von Automattic entwickelt und bietet Produktverwaltung, Warenkorb, Checkout, Zahlungsabwicklung und Versandoptionen. Durch die neue High-Performance Order Storage (HPOS) verarbeitet WooCommerce seit 2025 Bestellungen 5x schneller als zuvor.
Kontaktformulare: Contact Form 7 (5+ Millionen Installationen) ist kostenlos, leichtgewichtig und flexibel. WPForms (6+ Millionen Websites) bietet zusätzlich einen Drag-and-Drop-Editor und ist in der Lite-Version ebenfalls kostenlos.
Seitenerstellung (Page Builder): Elementor hat mit über 5 Millionen aktiven Installationen den visuellen Seitenaufbau per Drag-and-Drop revolutioniert. Rund 31 % aller WordPress-Websites nutzen Elementor (W3Techs). Die kostenlose Version reicht für den Einstieg, Elementor Pro (ab 59 $/Jahr) fügt Theme-Builder und WooCommerce-Widgets hinzu. Wichtig zu wissen: Wie im Abschnitt zum Block-Editor beschrieben, macht Full Site Editing klassische Page-Builder zunehmend optional.
Sicherheit: Wordfence (5+ Millionen Installationen) bietet eine Web-Application-Firewall (WAF), Malware-Scanner und Login-Schutz. Die kostenlose Version ist bereits sehr leistungsfähig. Mehr dazu in Teil 3: Sicherheit und SEO.
Backups: UpdraftPlus (3+ Millionen Installationen) erstellt automatische Backups und speichert sie in der Cloud (Google Drive, Dropbox, Amazon S3). In der kostenlosen Version sind geplante Backups bereits enthalten.
Performance und Caching: LiteSpeed Cache (7+ Millionen Installationen) bietet Server-Caching, Bild-Optimierung und CSS/JS-Minifizierung. WP Super Cache von Automattic ist die einfachste Caching-Lösung zum Einstieg. Wer ein Premium-Plugin investieren möchte: WP Rocket (ab 59 $/Jahr) gilt als das benutzerfreundlichste Caching-Plugin.
Anti-Spam: Akismet ist bei WordPress vorinstalliert und filtert über 99,99 % aller Spam-Kommentare. Für persönliche Websites ist es kostenlos.
Ein Theme bestimmt das Aussehen der Website. WordPress unterscheidet heute zwischen klassischen Themes und Block-Themes. Block-Themes nutzen den Full Site Editor und erlauben es, Kopfzeile, Fußzeile und alle Vorlagen direkt im Block-Editor zu bearbeiten. Die Akzeptanz von Block-Themes ist 2025 um 145 % gestiegen (vapvarun.com). Alle Standard-Themes seit 2022 sind Block-Themes.
Das aktuelle Standard-Theme ist Twenty Twenty-Five, das mit jeder WordPress-Installation mitgeliefert wird. Es ist ein reines Block-Theme und demonstriert die Möglichkeiten von Full Site Editing. Für die meisten Projekte empfehlen sich jedoch spezialisierte Themes:
| Theme | Typ | Seitengröße | Besonderheit | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Astra | Klassisch + Block | <50 KB | Meistinstalliertes Theme auf WordPress.org, riesige Starter-Bibliothek | Kostenlos / Pro ab 49 $/Jahr |
| GeneratePress | Klassisch + Block | ~7,5 KB | Extrem leichtgewichtig, exzellente Core Web Vitals | Kostenlos / Premium ab 59 $/Jahr |
| Kadence | Klassisch + Block | ~55 KB | Drag-and-Drop Header/Footer-Builder, 400.000+ aktive Installationen, viele Starter-Templates | Kostenlos / Pro verfügbar |
| Blocksy | Klassisch + Block | Leichtgewichtig | Aufsteiger 2025/2026, starke FSE-Unterstützung | Kostenlos / Pro verfügbar |
| Hello Elementor | Klassisch | Minimal | Für Elementor-Nutzer optimiert | Kostenlos |
| Twenty Twenty-Five | Block | Leichtgewichtig | Standard-Theme, zeigt FSE-Möglichkeiten | Kostenlos |
Für Einsteiger empfiehlt sich Astra oder Kadence, da beide eine große Auswahl an vorgefertigten Starter-Templates bieten, die man mit wenigen Klicks importieren kann.
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Deine WordPress-Website steht jetzt, der Block-Editor ist dir vertraut und die wichtigsten Plugins sind installiert. Im dritten und letzten Teil der Serie kümmern wir uns darum, dass das auch so bleibt: Sicherheit, regelmäßige Wartung und Suchmaschinenoptimierung (SEO), damit deine Website nicht nur gut aussieht, sondern auch gefunden und geschützt wird.
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