# WordPress für Anfänger: Grundlagen und Hosting (Teil 1 von 3) **Published**: 2026-04-03T02:28:00Z **Read time**: 7 min **Topics**: Web Development, Tutorials, WordPress, Hosting > Was ist WordPress, warum nutzt es fast die Hälfte aller Websites und welche Hosting-Option ist die richtige? Teil 1 unserer WordPress-Serie erklärt den Unterschied zwischen WordPress.org und WordPress.com, vergleicht Shared Hosting, VPS und Managed Hosting und zeigt, wie man WordPress auf einem eigenen Server installiert.

WordPress für Anfänger: Grundlagen und Hosting (Teil 1 von 3)

Dies ist Teil 1 unserer dreiteiligen WordPress-Serie für Einsteiger. In diesem Teil geht es darum, was WordPress überhaupt ist, welche Varianten es gibt und welche Hosting-Option die richtige für dich ist.

Alle Teile der Serie:

Tipp: Wer bei der Einrichtung oder beim Hosting Unterstützung braucht, kann sich jederzeit an Fragon Studios wenden. Wir helfen beim Setup und übernehmen auf Wunsch die gesamte technische Einrichtung.

Was ist WordPress und warum nutzt es fast jeder?

WordPress ist eine kostenlose Open-Source-Software, mit der man Websites erstellen und verwalten kann. Der Begriff „Content-Management-System" (CMS) bedeutet einfach: Man kann Inhalte wie Texte, Bilder und Videos über eine benutzerfreundliche Oberfläche bearbeiten, ganz ohne Programmier-Kenntnisse. WordPress wurde 2003 von Matt Mullenweg und Mike Little ins Leben gerufen und steht unter der GNU General Public License (GPL). Das heißt: Jeder darf WordPress frei verwenden, verändern und weiterverbreiten.

Die Popularität von WordPress hat handfeste Gründe. Mit über 70.000 kostenlosen Plugins und 13.000 Themes im offiziellen Verzeichnis lässt sich praktisch jede Funktion nachrüsten (WordPress.com Blog). Von der einfachen Visitenkarten-Website über den Online-Shop bis hin zum Nachrichtenportal ist alles möglich. Prominente Beispiele sind das Weiße Haus (whitehouse.gov), TechCrunch, die Harvard University und Sony Music. Auch große Unternehmen wie Mercedes-Benz und Microsoft setzen auf WordPress für Teile ihrer Online-Präsenz.

Die aktuelle stabile Version ist WordPress 6.9 „Gene", erschienen am 2. Dezember 2025 (WordPress.org). Mit dabei sind unter anderem ein kollaborativer Kommentar-Modus für Blöcke, neue Block-Typen wie Akkordeon und LaTeX-Formeln sowie verbesserte Vorlagen-Verwaltung. Die neueste Sicherheits-Aktualisierung ist Version 6.9.4 vom 11. März 2026. Am 9. April 2026 wird voraussichtlich WordPress 7.0 erscheinen, das Echtzeit-Zusammenarbeit und einen neuen Icon-Block mitbringt.

Kennzahl Wert
Anteil an allen Websites weltweit ~42,5 %
CMS-Marktanteil ~60 %
Geschätzte Anzahl WordPress-Websites 480–520 Millionen
Plugins im offiziellen Verzeichnis 70.000+
Themes im offiziellen Verzeichnis 13.000+
Aktuelle Version (April 2026) 6.9.4 „Gene"
Lizenz GPL v2 (kostenlos, Open Source)

Hinter WordPress stehen zwei Organisationen: Die WordPress Foundation (gemeinnützig) schützt die Marke und sorgt dafür, dass WordPress frei bleibt. Automattic (gewinnorientiert, gegründet von Matt Mullenweg) betreibt WordPress.com und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter weltweit. Mehr als 900 Unternehmen haben allein 2023 zum WordPress-Kern beigetragen.

WordPress.org vs. WordPress.com: Zwei Welten, ein Name

Für Einsteiger ist die Unterscheidung zwischen WordPress.org und WordPress.com oft verwirrend. Beide tragen den Namen „WordPress", funktionieren aber grundlegend anders.

WordPress.org ist die kostenlose Software zum Herunterladen. Man installiert sie auf einem eigenen Webserver (Hosting) und hat die volle Kontrolle über alles: Design, Funktionen, Daten und Monetarisierung. Man ist selbst für Updates, Sicherheit und Backups verantwortlich. Im Gegenzug gibt es keinerlei Einschränkungen bei der Gestaltung. Alle 70.000+ Plugins und alle Themes stehen zur Verfügung.

WordPress.com ist ein kommerzieller Hosting-Dienst von Automattic. Hier bekommt man WordPress als Komplettpaket: Hosting, Sicherheit, Backups und Updates sind inklusive. Dafür gelten je nach Tarif Einschränkungen bei Plugins, Themes und individueller Anpassung.

Merkmal WordPress.org (selbst gehostet) WordPress.com
Software-Kosten Kostenlos Kostenlos bis 70 €/Monat
Hosting nötig? Ja, eigenes Hosting erforderlich Nein, Hosting inklusive
Eigene Domain Ja (separat kaufen, ~10–15 €/Jahr) Ab Personal-Tarif (4 €/Monat)
Plugin-Freiheit Unbegrenzt, alle Plugins nutzbar Eingeschränkt auf kostenlosen/günstigen Tarifen
Theme-Freiheit Unbegrenzt Eingeschränkt auf kostenlosen/günstigen Tarifen
Wartung und Updates Eigenverantwortung Automatisch durch WordPress.com
Technische Kontrolle Volle Kontrolle (FTP, Datenbank, Code) Erst ab Business-Tarif (25 €/Monat)
Support Community-Foren, eigener Entwickler Offizieller Support (bei Bezahltarifen)
Werbung Eigene Werbung frei platzierbar WordPress.com zeigt eigene Werbung im Free-Tarif
Ideal für Unternehmen, Shops, Entwickler, volle Kontrolle Hobby-Blogs, einfache Portfolios, Einsteiger

Die aktuellen WordPress.com-Preise (WordPress.com Pricing) reichen vom kostenlosen Tarif (1 GB Speicher, Subdomain, Werbeanzeigen) über den Personal-Tarif (4 €/Monat bei Jahreszahlung) bis zum Business-Tarif (25 €/Monat) mit SFTP-Zugang und Staging-Umgebung.

Unsere Empfehlung: Wer langfristig eine professionelle Website betreiben möchte, sollte zu WordPress.org greifen. Die anfängliche Lernkurve zahlt sich durch unbegrenzte Flexibilität aus. Für ein schnelles persönliches Blog ohne technischen Aufwand kann WordPress.com mit einem Bezahltarif sinnvoll sein.

WordPress auf einem eigenen Server hosten

Was ist ein VPS?

Ein VPS (Virtual Private Server) ist ein virtueller Server, der auf einem physischen Server läuft, aber eigene, dedizierte Ressourcen besitzt: CPU, Arbeitsspeicher (RAM) und Speicherplatz gehören exklusiv dem eigenen VPS. Im Gegensatz zum Shared Hosting, wo sich dutzende Websites einen Server teilen, gibt es beim VPS keine „lauten Nachbarn", die die eigene Website ausbremsen.

Hosting-Vergleich: Shared, VPS und Managed WordPress

Merkmal Shared Hosting VPS Hosting Managed WordPress Hosting
Preis 2–15 €/Monat 4–80 €/Monat 3–50+ €/Monat
Ressourcen Geteilt mit anderen Dediziert und garantiert Dediziert, optimiert
Leistung Schwankend Konstant hoch Sehr hoch
Kontrolle Eingeschränkt (cPanel) Voller Root-Zugang Eingeschränkt (WordPress-fokussiert)
Technisches Wissen Gering Mittel bis hoch Gering
Skalierbarkeit Begrenzt Flexibel skalierbar Flexibel (beim Anbieter)
Sicherheit Grundlegend Selbst konfigurierbar Vom Anbieter verwaltet
Wartung Vom Anbieter Eigenverantwortung Vom Anbieter
Ideal für Kleine Blogs, Einstieg Wachsende Websites, Shops Business-Websites, Agenturen
Beispiel-Anbieter SiteGround, Hostinger Hetzner, DigitalOcean, Vultr Kinsta, WP Engine

Shared Hosting (ab ~2 €/Monat) ist der günstigste Einstieg. Anbieter wie Hostinger, SiteGround oder Bluehost bieten WordPress-Installation per Mausklick. Die Nachteile: Wenn ein anderer Nutzer auf dem gleichen Server viel Traffic hat, leidet die eigene Website. Für kleine Blogs mit weniger als 10.000 Besuchern pro Monat ist es dennoch ausreichend.

VPS Hosting (ab ~4–6 €/Monat) bietet den besten Kompromiss aus Preis, Leistung und Kontrolle. Man erhält eigene Ressourcen und vollen Root-Zugang zum Server. Der Nachteil: Man muss den Server selbst einrichten und warten, es sei denn, man nutzt Management-Tools wie CloudPanel oder SpinupWP.

Managed WordPress Hosting (ab ~20–35 €/Monat bei Premium-Anbietern wie Kinsta oder WP Engine) übernimmt die gesamte technische Verwaltung: automatische Updates, tägliche Backups, Caching, CDN und WordPress-spezifischer Support. Ideal für Unternehmen, die sich nicht um Servertechnik kümmern wollen.

Beliebte VPS-Anbieter für WordPress

Gerade für den deutschsprachigen Raum sind europäische Rechenzentren wichtig, sowohl für schnelle Ladezeiten als auch für die DSGVO-Konformität. Hetzner aus Deutschland gilt als Preis-Leistungs-Sieger: Ab etwa 5 € pro Monat bekommt man 2 vCPUs und 4 GB RAM. Weitere empfehlenswerte Anbieter sind DigitalOcean (ab 6 $/Monat, sehr einsteigerfreundlich), Vultr (ab 6 $/Monat, 32 Rechenzentren weltweit) und Linode/Akamai (ab 5 $/Monat). In unabhängigen Benchmarks (Bitdoze) liefert Hetzner konstant das beste Verhältnis von Preis zu Leistung für europäische Nutzer.

Braucht ihr Hilfe bei der Server-Einrichtung? Fragon Studios richtet euren VPS komplett ein: WordPress-Installation, SSL-Zertifikat, Sicherheitshärtung und Backup-Automatisierung. So könnt ihr euch auf eure Inhalte konzentrieren, während wir uns um die Technik kümmern.

Server-Anforderungen und Installation im Überblick

Hinweis: Dieser Abschnitt ist etwas technischer und richtet sich an Nutzer, die ihren Server selbst einrichten möchten. Wer Shared Hosting oder Managed Hosting nutzt, kann diesen Teil überspringen, da dort alles vorkonfiguriert ist.

Die offiziellen WordPress-Systemanforderungen sind überschaubar:

Die Installation auf einem VPS folgt typischerweise dem sogenannten LEMP-Stack (Linux, Nginx, MySQL/MariaDB, PHP). Vereinfacht sieht der Ablauf so aus:

  1. VPS einrichten: Anbieter wählen, Ubuntu 22.04 oder 24.04 LTS als Betriebssystem installieren, per SSH verbinden
  2. Server absichern: Eigenen Benutzer mit sudo-Rechten anlegen, Firewall konfigurieren, SSH-Key-Authentifizierung einrichten
  3. Software installieren: Nginx (Webserver), PHP 8.3 mit nötigen Erweiterungen und MySQL/MariaDB (Datenbank) installieren und konfigurieren
  4. WordPress herunterladen: Von wordpress.org herunterladen, in das Web-Verzeichnis entpacken, die Konfigurationsdatei wp-config.php mit den Datenbank-Zugangsdaten befüllen
  5. SSL einrichten: Kostenloses SSL-Zertifikat über Let's Encrypt mit Certbot installieren
  6. WordPress-Installer starten: Im Browser die Domain aufrufen und den berühmten 5-Minuten-Installer durchlaufen

Wer sich den manuellen Serveraufbau nicht zutraut, kann Tools wie CloudPanel (kostenlos) oder SpinupWP (ab 12 $/Monat) verwenden. Diese installieren den kompletten Server-Stack per Mausklick und bieten eine grafische Oberfläche zur Verwaltung.

Wie geht es weiter?

Jetzt weißt du, was WordPress ist, worin sich WordPress.org und WordPress.com unterscheiden und welche Hosting-Option für dein Projekt die richtige ist. Im nächsten Teil der Serie geht es ans Eingemachte: Wir zeigen dir, wie du WordPress nach der Installation richtig einrichtest, wie der Block-Editor funktioniert und welche Plugins und Themes du als Einsteiger wirklich brauchst.

Weiter mit: Teil 2: Einrichtung, Block-Editor und Plugins