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Wie wir kalkulieren

Ehrliche Antworten zu Angeboten, Tagessätzen und Projektpreisen.

Wie wir kalkulieren

Software-Pricing ist eine häufige erste Frage und eine häufige erste Stelle, an der etwas auseinanderläuft. Hier: wie wir ein Angebot bauen, was im Tagessatz drin ist und was nicht, wann Fixed Price besser ist als T&M, und eine Beispielkalkulation für ein typisches MVP-Projekt.

Was kostet was? Die Aufwands-Brackets

Software ist kein Katalogprodukt, aber die Spannen lassen sich ehrlich benennen. Hier die typischen Aufwands-Brackets pro Leistung. Sie ersetzen kein Angebot, geben aber eine realistische Größenordnung, bevor wir gemeinsam genauer werden.

Individualsoftware für KMU & Mittelstand

Klein
5.000-20.000 €
2-4 Wochen
Mittel
20.000-80.000 €
2-4 Monate
Groß
80.000 €+
6 Monate+

Webentwicklung mit Next.js & React

Marketing-Site
4.500-8.000 €
2-3 Wochen
Mittlere Webanwendung
15.000-40.000 €
4-12 Wochen
Komplexe Webanwendung
40.000 €+
3-6 Monate+

App entwickeln lassen für iOS & Android

MVP
15.000-40.000 €
8-12 Wochen
Mittelgroß
40.000-100.000 €
3-5 Monate
Enterprise
100.000 €+
6 Monate+

UI/UX Design für Software und Apps

Einfach
2.000-5.000 €
2-3 Wochen
Mittel
6.000-15.000 €
4-6 Wochen
Komplex
15.000-30.000 €+
6+ Wochen

Software Consulting & Architektur-Beratung

Code-Review
1.200-4.500 €
1-3 Tage
Architektur-Workshop
ab 1.500 €
1 Tag
Machbarkeitsanalyse
ab 3.000 €
1-2 Wochen

Rechenbeispiel: ein Kundenportal

Ein typisches Kundenportal mit Login, Rollen und Anbindung an ein bestehendes System besteht meist aus drei Teilen: UI/UX Design im mittleren Bereich (rund 10.000 €), Backend und Individualsoftware im mittleren Bereich (rund 40.000 €) und das Web-Frontend (rund 20.000 €).

Summe: rund 60.000 bis 90.000 €, etwa drei bis vier Monate. Mit klaren Anforderungen eher am unteren Rand, mit vielen Integrationen darüber.

Wie entsteht ein Angebot?

Drei Schritte. Erstens ein 30-Minuten-Erstgespräch, in dem wir zuhören und prüfen, ob wir das Projekt ernsthaft liefern können. Zweitens eine Discovery-Phase, in der wir die Anforderungen in Aufwands-Brackets übersetzen, typischerweise zwei bis zehn Engineering-Tage zum Tagessatz. Drittens ein schriftliches Angebot mit Fixed Price für den vereinbarten Scope oder eine T&M-Struktur für offen formulierte Arbeit. Wir geben kein Angebot ohne Discovery ab; das Einzige, was schlimmer ist als ein hohes Angebot, ist ein niedriges, das später zur Überraschung wird.

Was ist im Tagessatz drin, was nicht?

Engineering-Tagessatz (1.100 €) deckt acht Stunden konzentrierte Arbeit des zugeordneten Engineers ab: Umsetzung, Code-Review auf unserer Seite, Deployment auf Staging und eine Demo pro Woche. Nicht im Tagessatz: dedizierte Infrastruktur, Drittanbieter-Lizenzen oder API-Kosten (zu Selbstkosten weiterverrechnet) und Scope-Änderungen (über schriftlichen Change-Request abgewickelt). Consulting (Architektur-Reviews, Audits, Workshops) wird separat zum Stundensatz von 190 € abgerechnet, anderer Wertbeitrag, andere Vertragsform.

Wann lohnt sich Fixed Price, wann T&M?

Fixed Price funktioniert, wenn der Scope klar genug ist, dass wir ihn ohne Handwedeln bepreisen können. Marketing-Sites, gut definierte MVPs, klassische CRUD-Anwendungen. T&M funktioniert, wenn die Discovery selbst die Arbeit ist: forschungslastige Projekte, Integrationen in Systeme, die wir nicht im Voraus vollständig einsehen, oder schnell drehende Produkte, bei denen das Spec die nächste Iteration ist. Default nach der Discovery ist Fixed Price; wenn die Discovery zeigt, dass die Arbeit wirklich offen ist, sagen wir das und wechseln auf T&M mit Wochen-Cap.

Ab wann kostet eine Änderung extra?

Feedback und Anpassungen an dem, was wir gerade bauen, sind Teil des Projekts: Die wöchentliche Demo existiert genau dafür, und innerhalb des vereinbarten Scopes iterieren wir, ohne dass eine Rechnung entsteht. Kostenpflichtig wird es erst, wenn NEUE Funktionalität dazukommt, die im vereinbarten Scope nicht enthalten war. Dann gibt es einen schriftlichen Change-Request mit Preis und Auswirkung auf den Zeitplan, bevor wir bauen, nie danach. Sie entscheiden auf Basis der Zahl, nicht der fertigen Rechnung.

Was gilt bei Bugs nach dem Go-Live?

Es gilt die gesetzliche Gewährleistung nach österreichischem Recht: Fehler an dem, was wir geliefert haben, beheben wir. Davon getrennt ist der laufende Betrieb, also Updates, Monitoring und Weiterentwicklung; das ist Gegenstand eines optionalen Wartungsvertrags oder läuft zum Tagessatz. Kein Zwang zum Wartungsvertrag: Sie können auch selbst oder mit Ihrem IT-Partner betreiben, der Code gehört Ihnen.

Beispielkalkulation: typisches MVP-Projekt

Ein typisches MVP-Projekt: 6 Wochen Bauphase, ca. 250 Stunden Engineering, 2 Wochen Discovery vorab, deployed auf Fragon Cloud. Gesamt-Range: 30.000 bis 45.000 € netto, abhängig von Scope und Anzahl der Integrationen. Ein schlankerer MVP (weniger Integrationen, ohne Auth, Single-Platform) landet bei 15.000 bis 25.000 €. Eine App mit Backend, Auth, zwei Plattformen und Store-Einreichung liegt bei 25.000 bis 40.000 €. Die Zahlen sind ehrlich, keine Wunschvorstellungen, wir haben in jedem dieser Brackets bereits ausgeliefert.

Wann sich Individualsoftware nicht lohnt

Nicht jedes Problem braucht eigene Software. Wenn ein etabliertes Standard-Tool oder SaaS Ihren Fall abdeckt, ist das fast immer günstiger und schneller. Auch bei einem Budget unter rund 5.000 € oder noch unklaren Anforderungen raten wir ab, sofort ein Vollprojekt zu starten. Sinnvoller ist dann ein Workshop oder eine Machbarkeitsanalyse ab 1.500 bis 3.000 €, um Richtung und Aufwand zu klären, bevor größeres Geld fließt.

Projekt in der Pipeline?

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