Von Danijel Balog, Gründer von Fragon Studios in Linz · Stand:
Was kostet Individualsoftware in Österreich?
Kleine Tools und Automatisierungen kosten bei uns 5.000 bis 20.000 €, Fachanwendungen und einfache Portale 20.000 bis 80.000 €. Ein App-MVP beginnt bei 15.000 €, eine Firmenwebsite bei 4.500 €.
| Umfang | Preis | Dauer |
|---|---|---|
| Klein: Automatisierung, Dashboard, internes Tool | 5.000-20.000 € | 2-4 Wochen |
| Mittel: Fachanwendung, einfaches Portal, Backoffice | 20.000-80.000 € | 2-4 Monate |
| Groß: ERP-Integration, mehrere Rollen | ab 80.000 € | ab 6 Monaten |
| Umfang | Preis | Dauer |
|---|---|---|
| Marketing-Site mit Kontaktformular | 4.500-8.000 € | 2-3 Wochen |
| Mittlere Webanwendung, etwa Buchungssystem | 15.000-40.000 € | 4-12 Wochen |
| SaaS-Plattform, tiefe System-Integration | ab 40.000 € | ab 3 Monaten |
| Umfang | Preis | Dauer |
|---|---|---|
| MVP, eine Plattform bis iOS und Android | 15.000-40.000 € | 8-12 Wochen |
| Mehrere Features, Bezahlung, Web-Version | 40.000-100.000 € | 3-5 Monate |
| Mehrere Rollen, Offline-Betrieb | ab 100.000 € | ab 6 Monaten |
| Umfang | Preis | Dauer |
|---|---|---|
| Kleine App, 2 bis 3 Screens | 2.000-5.000 € | 2-3 Wochen |
| MVP mit Design-System, 8 bis 15 Screens | 6.000-15.000 € | 4-6 Wochen |
| Umfangreiche App mit User Research | 15.000-30.000 € | ab 6 Wochen |
| Leistung | Preis | Dauer |
|---|---|---|
| Backend und APIs, Abrechnung nach Umfang | Tagessatz 1.100 € | etwa 3-10 Wochen je Vorhaben |
| Code-Review mit schriftlichem Report | 1.200-4.500 € | 1-3 Tage |
| Architektur-Workshop mit Architektur-Skizze | ab 1.500 € | 1 Tag |
| Machbarkeitsanalyse mit Aufwandsschätzung | ab 3.000 € | 1-2 Wochen |
Details je Leistung stehen auf den Seiten zu Individualsoftware, Webentwicklung, App-Entwicklung und UI/UX Design.
Für Backend-Arbeit gibt es keine Pauschalspanne, weil sie fast immer Teil eines größeren Projekts ist. Zur Orientierung: Ein Adapter-Layer vor einem bestehenden ERP dauert bei uns vier bis sechs Wochen, eine mandantenfähige API mit Rollensystem sechs bis zehn Wochen. Beratung außerhalb der Pakete rechnen wir mit 190 € pro Stunde ab.
Individualsoftware und Apps unter 5.000 € nehmen wir nicht an.
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Wie setzt sich der Preis einer Software zusammen?
Aus dem Aufwand in Personentagen mal Tagessatz. Bei unserem Tagessatz von 1.100 € entsprechen 5.000 € gut 4,5 Personentagen, 20.000 € rund 18 und 80.000 € rund 73 Personentagen.
Ein Personentag sind bei uns acht Stunden Arbeit des Engineers, der Ihr Projekt baut. Diese Rechnung hilft auch beim Vergleich fremder Angebote für Softwareentwicklung: Teilen Sie den Preis durch den genannten Tagessatz und prüfen Sie, ob die Zahl der Tage zum beschriebenen Umfang passt.
Worauf Sie beim Vergleich sonst achten sollten, zeigt der Ratgeber Angebote für Softwareentwicklung vergleichen.
Preisspanne für Ihr Projekt
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Was treibt den Preis einer Software nach oben?
Vor allem die Integration in bestehende Systeme, die Zahl der Rollen und Offline-Fähigkeit. Die Anzahl der Screens entscheidet weniger, als die meisten erwarten.
- Integrationen: Anbindung an SAP, BMD, Microsoft 365 oder ein Legacy-ERP, oft der größte Einzelposten
- Rollen und Rechte: jede weitere Nutzergruppe mit eigener Sicht und eigenen Freigaben
- Offline-Betrieb: lokale Datenhaltung und Konfliktauflösung beim Synchronisieren
- Design: eigenes Design-System statt Basis-Oberfläche, bei einer MVP-App meist 6.000-10.000 €
- Zwei native Apps statt einer gemeinsamen Codebasis, die 30 bis 40 Prozent spart
Bei Apps sieht man das deutlich. Ein Business-MVP mit Login, Backend und Store-Einreichung liegt typisch bei 25.000 bis 40.000 €. Darüber beginnt der Bereich, in dem mehr Rollen, tiefere Integration oder Offline-Fähigkeit dazukommen.
Design kostet Geld, spart aber oft mehr. Ein Fehler im Figma-Entwurf ist günstig behoben, derselbe Fehler im fertigen Code teuer. Zwei bis drei Interviews mit echten Nutzern kosten ein bis zwei Tage und verhindern Features, die niemand braucht.
Fixpreis oder Abrechnung nach Aufwand?
Fixpreis, wenn der Umfang klar genug ist, um ihn ohne Raterei zu bepreisen. Nach Aufwand, wenn die Klärung selbst die Arbeit ist; dann mit einer vorab vereinbarten Obergrenze an Wochen.
| Fixpreis | Nach Aufwand (Time & Material) | |
|---|---|---|
| Passt für | Marketing-Sites, gut definierte MVPs, klassische Datenanwendungen | Forschungslastige Projekte, Integrationen in Systeme ohne volle Einsicht, schnell drehende Produkte |
| Risiko trägt | überwiegend der Dienstleister | überwiegend der Auftraggeber, begrenzt durch die vereinbarte Obergrenze |
| Änderungen | neue Funktionen per schriftlichem Change-Request mit Preis, vor dem Bauen | laufend priorisierbar |
| Bei uns | Standard nach der Analyse | wenn die Analyse zeigt, dass die Arbeit wirklich offen ist |
Ein Angebot ohne vorherige Analyse geben wir nicht ab. Die Analyse dauert zwei bis zehn Tage zum Tagessatz von 1.100 € und übersetzt Ihre Anforderungen in Aufwand. Schlimmer als ein hohes Angebot ist ein niedriges, das später zur Überraschung wird.
Feedback zu dem, was wir gerade bauen, kostet nichts extra. Dafür gibt es die wöchentliche Demo. Kostenpflichtig wird es erst, wenn neue Funktionen dazukommen, die im vereinbarten Umfang nicht standen. Mehr dazu auf Wie wir kalkulieren.
Was kostet ein Kundenportal oder ein MVP konkret?
Ein Kundenportal mit Login, Rollen und Anbindung an ein bestehendes System ist mehr als ein einfaches Portal: rund 60.000 bis 90.000 € in drei bis vier Monaten. Ein typisches MVP-Projekt mit zwei Wochen Analyse und mehreren Integrationen liegt bei 30.000 bis 45.000 €.
| Baustein | Größenordnung |
|---|---|
| UI/UX Design, mittlerer Bereich | rund 10.000 € |
| Backend und Individualsoftware, mittlerer Bereich | rund 40.000 € |
| Web-Frontend | rund 20.000 € |
| Gesamt, je nach Integrationen | rund 60.000-90.000 €, etwa 3-4 Monate |
Mit klaren Anforderungen landet das Portal eher am unteren Rand. Viele Integrationen schieben es darüber.
Unsere Beispielkalkulation für ein typisches MVP-Projekt: zwei Wochen Analyse vorab, sechs Wochen Bauphase, rund 250 Stunden Engineering, Betrieb auf Fragon Cloud, zusammen 30.000 bis 45.000 € je nach Umfang und Zahl der Integrationen. Schlankere MVPs ab 15.000 € und die App mit Login, Backend und Store-Einreichung für 25.000 bis 40.000 € vergleicht die Seite Was ein MVP kostet.
Welche laufenden Kosten kommen nach dem Go-Live dazu?
Wartung kostet bei uns zwischen 300 € pro Monat für kleine Websites und 1.500 € für größere Anwendungen mit Weiterentwicklung. Hosting wird separat nach Ressourcenverbrauch berechnet.
- Wartung: 300-1.500 € pro Monat, nach Stunden oder als Retainer, kein Zwang
- Hosting: nach Ressourcenverbrauch, im Angebot getrennt ausgewiesen
- Traffic bei App Hosting: bis zu einer fairen Grenze inklusive, darüber 2 € je weitere 0,5 TB
- Lizenzen und API-Kosten von Drittanbietern: zu Selbstkosten weiterverrechnet
- Kündigungsfrist beim Hosting: 30 Tage
Fehler an dem, was wir geliefert haben, beheben wir im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung. Updates, Monitoring und Weiterentwicklung sind davon getrennt und laufen über einen Wartungsvertrag oder zum Tagessatz. Sie können genauso selbst oder mit Ihrem IT-Partner betreiben, der Code gehört Ihnen.
Wann lohnt sich Individualsoftware nicht?
Wenn ein etabliertes Standard-Tool Ihren Fall abdeckt, ist das fast immer günstiger und schneller. Individualsoftware und Apps unter 5.000 € nehmen wir nicht an, bei unklaren Anforderungen raten wir vom sofortigen Vollprojekt ab.
Bei unklaren Anforderungen ist ein Workshop ab 1.500 € oder eine Machbarkeitsanalyse ab 3.000 € der bessere erste Schritt. Danach wissen Sie Richtung und Aufwand, bevor größeres Geld fließt.
Ob Standard oder Eigenentwicklung besser passt, klärt der Ratgeber Individualsoftware oder Standardsoftware. Wie Sie Ihre Anforderungen so aufschreiben, dass Angebote vergleichbar werden, zeigt die Lastenheft-Vorlage.
Gibt es Förderungen für Softwareprojekte in Österreich?
In Oberösterreich fördert DIGITAL.PLUS 26 interne Digitalisierungsprojekte ab 12.000 € netto mit bis zu 35 Prozent, höchstens 7.000 €. Das Budget war am 19.10.2026 laut Programmseite zu 90 Prozent vergeben, Anträge sind bis 02.11.2026 möglich.
Bitte vor dem Antrag auf der Programmseite prüfen. Standardsoftware, Websites und Apps zum Verkauf im App Store sind ausgeschlossen.
Bundesweit ist KMU.DIGITAL ausgeschöpft und wird 2027 nicht fortgeführt. Die FFG-Programme Basisprogramm und Kleinprojekt 2026 fördern nur echte Forschung und Entwicklung mit technischem Risiko. Alle Bedingungen und weitere Programme stehen im Ratgeber Förderungen für Software in Oberösterreich.
Häufige Fragen
Was kostet ein Softwareentwickler pro Tag?
Unser Engineering-Tagessatz liegt bei 1.100 € netto für acht Stunden. Beratung wie Architektur-Reviews und Workshops rechnen wir separat mit 190 € pro Stunde ab.
Warum gibt es keinen Preis ohne Analyse?
Weil ein Angebot ohne Analyse geraten ist. Eine Preis- und Zeitspanne bekommen Sie aber schon innerhalb eines Werktags nach dem Erstgespräch.
Was ist im Tagessatz nicht enthalten?
Dedizierte Infrastruktur, Lizenzen und API-Kosten von Drittanbietern sowie neue Funktionen außerhalb des vereinbarten Umfangs. Letztere laufen über einen schriftlichen Change-Request.
Was kostet die Wartung einer Software pro Monat?
Zwischen 300 € für kleine Websites mit Sicherheits-Updates und 1.500 € für größere Anwendungen mit aktiver Weiterentwicklung. Ein Wartungsvertrag ist keine Pflicht.
Wem gehört die Software nach dem Projekt?
Ihnen. Sie bekommen Quellcode, Git-Repository und Nutzungsrechte, ohne Lizenz-Abo auf die eigene Software.